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Sterilisation (Vasektomie) beim Rüden

Die Sterilisation beim Rüden ist ein unkomplizierter Eingriff. Der Samenleiter wird zweimal unterbunden und das dazwischenliegende Stück wird entfernt. Somit ist der Samenleider dauerhaft unterbrochen und der Rüde ist zeugungsunfähig. Dieser Eingriff hat im Gegensatz zur Kastration keine hormonellen Folgen. Nach einer Sterilisation sollte man noch 2 – 4 Wochen aufpassen weil dann erst das Ejakulat frei von Spermien ist.

Vorteile:

  • kein Eingriff in den Hormonhaushalt wie bei einer Kastration oder dem Kastrations Chip
  • nur ein kleiner chirurgischer Eingriff mit nur geringen und selten auftretenden Komplitkationen
  • keine Verhaltensänderung
  • Hunde im Leistungssport genauso leistungsfähig wie ihre unkastrierten Konkurenten (Testosteronproduktion nicht eingeschränkt)
  • kein ungeplanter Nachwuchs wenn intakte Hündinnen mit im Haushalt leben

Nachteile:

  • Kosten sind etwas höher als bei einer Kastration
  • Rüde immer noch zeugungswillig

Leider weigern sich immer noch viele Tierärzte eine Sterilisation beim Rüden durchzuführen. Warum das so ist kann ich überhaupt nicht nachvollziehen, da man ja mittlerweile fast sicher ist das eine Kastration zu Krebserkrankungen etc. führen kann.

Folgende Tierärzte in Deutschland führen eine Sterilisation durch:
Dr. Rückert, Ulm
Dr. Schrader, Hamburg

Kann es zu Krebserkrankungen durch eine Vasektomie beim Rüden kommen?
Da dieser Eingriff beim Rüden nur selten durchgeführt wird, gibt es hierzu auch keine genauen Daten. Ich habe mir jetzt einfach mal die Studien zur Vasektomie beim Mann angesehen und die aktuelle Meinung dazu ist das bei der Sterilisation nur ein sehr geringes bis gar kein Krebsrisiko beim Mann besteht.

Folgende Artikel sollte man sich dazu durchlesen wenn man es genauer wissen möchte:

Vasektomie – der kleine chirurgische Eingriff

Vasektomie und Prostatakrebs

Hat eine Vasektomie Einfluss auf das Prostatakrebs Risiko?

Und dazu noch den Artikel von Herrn Dr. Rückert zum Thema Vasektomie beim Rüden, auch sehr interessant!!!

Die Vasektomie (Sterilisation) beim Rüden

Hier noch ein Bericht einer Hundetrainerin die ihren Rüden hat sterilisieren lassen.
(Mit freundlicher Genehmigung von Frau Schoone!)

Warum ich mit meinem Rüden nach Hamburg gereist bin!

Mein Rüde (2 J.) sollte unfruchtbar gemacht werden, da ich nicht vorhabe zu züchten. Meine Hunde wurden früher immer kastriert, da Tierärzte dazu geraten haben. Diesmal war es aber anders. Als Hundetrainerin und Verhaltenstherapeutin für Hunde habe ich mich in das Thema „Kastration bei Hunden“ eingearbeitet. Auf Seminaren bei Dr. Gansloßer und Dr. Strodtbeck wurde meine Vermutung, die ich in jahrelanger Praxis gehegt hatte, bestätigt: Die Kastration ist nicht das Allheilmittel bei Dominanzproblemen, Streunen etc. bei Rüden. Die negativen Nebenwirkungen einer Kastration habe ich sowohl bei meiner Hündin Buddy, als auch bei dem Rüden Banjo erlebt. Eine große Entscheidungshilfe war das Buch von Dr. Gansloßer und Dr. Strodtbeck, „Kastration und Verhalten beim Hund“ und das Seminar zu dem gleichen Thema. Mir wurde klar wie wichtig die Hormone sind, welch große Rolle sie vor allem in der Pubertät haben.

Also war klar für mich, mein Rüde wird nicht kastriert. Voll motiviert rief ich verschiedene Tierärzte und Tierkliniken an, oder nahm per e-mail Kontakt zu ihnen auf. Bei fast allen, bekam ich auf meine Frage, ob der TA einen Rüden Sterilisieren würde, zur Antwort, dass würden sie selbstverständlich machen. (Was wäre eigentlich los gewesen, wenn ich nicht hinterfragt hätte, sondern es einfach geglaubt hätte? Wie vielen Hundehaltern ergeht es so?) Wenn ich durchblicken ließ, dass ich mit Sterilisation auch Sterilisation meine und nicht Kastration, bekam ich die unterschiedlichsten Antworten:

„Was soll das denn bringen, der Rüde müsse kastriert werden, da er sonst zu dominant wird“.

„Es ist unverantwortlich einen Rüden und eine Hündin im Haus zu halten und diese nicht kastrieren zu lassen, die Tiere würden ja ständig im Stress leben“.

„Das Risiko, dass der Rüde an Hodenkrebs erkrankt ist enorm groß, deswegen müsse er auf jeden Fall kastriert werden“.

„ Das Krebsrisiko sinke mit einer Kastration um bis zu 90%, nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen“.

„Vasektomie beim Rüden und Sterilisation bei der Hündin ist totaler Blödsinn, da die psychischen Leiden, die das Tier durchmacht, dadurch dass es seinen Sexualtrieb niemals ausleben darf, nicht gelindert oder verhindert werden.“

„Besser alles raus, da ihm später Krankheiten an den Hoden und der Prostatakrebs erspart bleiben.“

Eine einzige Tierärztin war mir gegenüber ehrlich, sie sagte mir, sie habe einfach keine Erfahrung darin, eine Vasektomie durchzuführen.

Je mehr Gespräche ich geführt habe umso ärgerlicher wurde ich wegen der (nach meiner Auffassung unwissenschaftlichen) Aussagen. Also habe ich gewagt auf das Tierschutzgesetz hinzuweisen, nach dem es verboten ist einem Tier, ohne Medizinische Indikation, Körperteile zu amputieren. Die Antwort: „Krebsvorsorge sei durchaus eine medizinische Indikation“.

Ich kenne eine ganze Menge Männer die eindeutiges „Rüdenverhalten“ zeigen und deswegen auch nicht kastriert werden. Kürzlich im Schwimmbad habe ich zwei „Schnösel“ (ca. 15 Jahre alt) beobachtet, die sich gebalgt haben und dabei ziemlich rücksichtslos vorgingen, wenn mein Rüde sich so verhält……. .

Wäre es, im Rahmen der Krebsvorsorge, nicht sinnvoll sämtliche Männer und Frauen frühzeitig zu kastrieren, dann hätte sich, so ganz nebenbei auch bald das Problem der Überbevölkerung durch uns Menschen erledigt. Es gäbe keine Umweltverschmutzung mehr und kein Krebsrisiko.

Auch das „Rüdenverhalten“ sei ja vielen Menschen nicht angenehm oder gar die Blutung der Hündin. Außerdem, und das war ein Oberknaller, würden unkastrierte Hunde im Dauerstress leben, da sie sich ja nicht fortpflanzen dürfen.

Manuela Schoone
https://www.schoones-hundezentrum.de/hundezentrum/

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Hunde nicht aus Pfützen trinken lassen!

Abgesehen von Giardien, dem Leptospira interrogans Bakterium und Cyanobakterien kann sich ein Hund auch durch in Pfützen befindlichen Chemikalien vergiften. (Mineralöle, Insektizide usw). Folgenden Text sollte sich jeder Hundehalter durchlesen. Leider ein sehr trauriges Beispiel dafür was ein Hund erleiden kann wenn er verunreinigtes Wasser trinkt.

Dieser Text stammt von Herrn Andre Michas. Vielen Dank Herr Michas, das ich ihn auf meiner Seite veröffentlichen durfte!

Ich musste das schreiben. Um Euch, die Hunde haben, zu warnen eure Hunde aus Pfützen trinken zu lassen und um meine Sorgen runterzuschreiben. Es ist nicht leicht gewesen es zu schreiben und es wird nicht leicht sein es zu lesen. Wir hatten bis vor 2 Wochen 5 Hunde und wir waren glücklich dieses friedliche Rudel zu haben.

Ich habe immer geglaubt, mir passiert das nicht. Doch es ist nun geschehen. Machtlos, ausgeliefert, hilflos steht man neben seinem geliebten Hund und erspart ihm das jämmerliche ersticken das durch ein Insektizid verursacht wurde.
Das Insektizid verursacht zuerst eine Lähmung der Speiseröhre, dann läuft der Hund mit einem Katzenbuckel, die Kraft lässt innerhalb von 1-2 Tagen nach. Alles ähnlich dem Botulismus, ein von Bakterien ausgeschiedenes Toxin was sich in Sommermonaten in Pfützen ansammeln kann. Der Unterschied zu Botulismus ist, dass die Blutwerte recht konstant gut bleiben und erst zum Schluss absacken.
Es fing ganz harmlos eine Woche zuvor an. Unser Hund ein Briard im Alter von 7 Jahren hatte morgens so etwas wie Rückwärtshusten. Es verging schnell wieder und ich machte mir keine Sorgen. Am nächsten Tag erbrach er sein gesamtes Essen und würgte es wieder runter. Danach ging es ihm schlecht. Meine Frau ist Tierärztin und wir untersuchten ihn. Blut Röntgen Ultraschall. Nichts zu finden. Er würgte und schluckte immer wieder. Ich nahm mir ein paar Tage Urlaub und dachte bis zum Wochenende wird es ihm besser gehen. Abends ging er auf den Hinterbeinen recht steif und sein Zustand wurde schlechter. Wir fuhren um 22:00 Uhr in eine Tierklinik, da sein Zustand sich verschlechterte. Bei der Ankunft stieg er aus dem Auto als sei nichts. Ich grübelte, was tun? Reingehen ohne Symptome? Wir entschieden uns ein paar Meter zu laufen. Nach 200m. lief er mit einem Katzenbuckel und eigentlich wollte er nicht mehr laufen. Ich nahm ihn und habe ihn bis zum Eingang der Tierklinik getragen. Ab da ging es nur noch bergab. Nach der Untersuchung, auch dort Ultraschall und Röntgen, war die Diagnose unklar. Inzwischen hat sich ein Lungenflügel entzündet, was aber nicht die Ursache sein konnte. Am nächsten Morgen wieder in die Klinik. Meine Frau ging mit ihm rein und ich wartete wegen Corona draußen. Das Warten war fürchterlich und ich bangte um ihn. Nach fast 2 Stunden kam meine Frau raus. Gordon konnte noch laufen aber langsam. Die Diagnose war wieder ohne Befundung. Der Tag verlief grausig. Gordon ging es immer schlechter hatte aber noch Hunger und Durst. Der nächste Tag war der Freitag. Wenn nicht heute eine Diagnose gestellt wird, am Wochenende erst recht nicht. Ich rief in der Tierklinik der Universität München an und konnte sofort kommen. Der Vorteil, dass ich dort arbeite lässt sich bei der schnellen Terminvergabe nicht leugnen. Warum ich nicht direkt dorthin fuhr? Weil ich auch viele Tierärzte kenne die in der anderen Tierklinik arbeiten und ich beiden sehr vertraue. Nachdem ich die ersten Sätze zur Symptomatik dem behandelnden Arzt erzählte griff er schon nach 2 Sätzen ein und sagte, dass die Ursache nicht wie zuvor vermutet der Bauchraum sei, sondern der Kehlkopf oder Speiseröhre. Er sollte recht behalten. Nach einführen von Kontrastmittel und einem Röntgenbild war die Diagnose klar. Die Speiseröhre ist gelähmt. Der Lungenflügel ist durch fehlgeleitete Nahrung komplett entzündet. Die Ursache unklar und chronisch vererbbar konnte wegen der akuten Lähmung ausgeschlossen werden. Ich nahm unseren Hund wieder mit nach Hause. Die Behandlung wurde umgestellt. Kohletabletten gegeben und Dauerinfusionen und die Atmung mit Sauerstoff unterstützt. Wäre da nicht diese kleine Hoffnung gewesen, wäre der Zeitpunkt der Erlösung der bessere Weg gewesen. Wir können nicht die Zukunft sehen und so schwanden nun täglich die Hoffnungen. Langsam kam man in einen Zustand den man niemandem wünscht. Die Sorgen, die Hoffnung, die Angst alles auf einmal. Was wenn er es nicht überlebt, was wenn er gelähmt bleibt? Ich Stand morgens auf und das Erste was man machte, zu schauen ob er noch lebt. Und er lebte jeden Morgen. Seit Samstag fraß er nur sehr wenig. Wenn dann musste man ihn hochheben damit das Futter in den Magen rutscht. Ab Sonntag sammelte sich Wasser in seiner Lunge. Durch auf den Kopf stellen konnte man das Wasser auslaufen lassen. Danach ging es ihm wieder besser und manchmal wedelte er wieder mit dem Schwanz. Der Blick von ihm war Dankbarkeit und wenn man neben ihm hockte versuchte er zu einem zu kommen. Ich legte mich immer wieder neben ihn und wartete oft bis er schlafen konnte. Am Montag bat ich meine Frau für den Fall der Fälle alles da zu haben. Ich wollte nicht das er an Krämpfen stirbt oder auf andere grausame Weise.

Während ich das schreibe gehen mir Bilder durch den Kopf, Hunde in der Ukraine, in Tunesien, in der Türkei, in Asien, in Ungarn in Bulgarien die Vergiftet, erschlagen, erschossen, gehäutet oder lebendig verbrannt werden. Wir die uns diese Tierart selber gezüchtet haben, die sich ihn zum Begleiter gemacht haben, treten, missachten, töten dieses uns ausgelieferte Tier. Der Mensch ist zu aller undenkbaren Abscheulichkeit fähig.

Die Anzeichen des Sonntags, als er sich aufraffen wollte und versuchte aufzustehen waren am Montag dahin. Nichts war mehr davon da. Er lag müde abgeschlagen da und schlief. Immer häufiger verschluckte er sich was zuvor 1- oder 2-mal am Tag war jetzt 5-mal. Die Angst war da, ich hatte fürchterliche Angst diesen geliebten Hund zu verlieren. Meine Frau versuchte alles, alles wurde versucht. Eine stabile Lage ein anderes Schmerzmedikament, mehr Infusionen und am nächsten Morgen ging es ihm recht gut er atmete ruhig und sah einen an. Doch dann ging es plötzlich los. Er schnappte nach Luft. Ich erhöhte den Sauerstoff meine Frau hielt ihn hoch und ich sah die Zunge. Sie färbte sich. Ich erhöhte noch einmal den Sauerstoff und bat meine Frau es zu beenden. Sie wollte noch ein anderes Medikament spritzen und ich fragte wozu? Wir machen uns was vor. Die Atmung setzt aus. Er stirbt, und wenn wir nicht handeln sehr grausam.
13:32 Dienstag der 14. Juli 2020 mein geliebter Gordon, mein Schmuser, mein Draufgänger, mein schöner Briard. Alles ist verloren. Er ist gegangen, für immer. Er ist ganz ruhig in meinen Armen eingeschlafen. Wir haben ihn gehalten bis zum letzten Pulsschlag und noch einige Minuten länger.

Ich bin raus. Raus aus dem Haus und habe geschrien. Meine Wut auf die Bauern, die Insektizide spritzen als sei es Wasser, habe ich rausgeschrien, einen Weinkrampf bekommen. Ich hockte auf der Wiese und weinte. Ich wünschte die Uhr zurückdrehen zu können. Ich wünschte es wäre nicht wahr.

Diese kranke Welt die sich selbst vergiftet. Irgendwo in irgendeiner Pfütze hat er es aufgenommen. Nicht mehr nachvollziehbar wann und wo. Unnötig, sinnlos und so hilflos dem ausgeliefert. Nicht nur Gordon wird durch diese Pfütze neben irgendeinem Feld gestorben sein. Auch Vögel, kleine Säuger wie Igel, Hasen, Füchse. Alle die aus dieser Pfütze getrunken haben werden grausam gestorben sein.

Geht weg von Pfützen neben Feldern, in Sommermonaten von allen Pfützen. Wenn euer Hund draußen aus einer Pfütze getrunken hat und er bekommt Schluckbeschwerden auch ein oder 2 Tage später, sagt eurem Tierarzt ihr vermutet eine Vergiftung, deutet auf eine eventuelle Lähmung der Speiseröhre hin, die Chancen ab da sind schon gering. Passt auf Eure Vierbeiner auf und seid dankbar sie bei Euch zu haben.
Für Gordon. *3.4.2013 †14.7.2020

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Regendecken für Hunde?

Braucht ein Briard eine Regenjacke? Also ich finde ja, auch wenn ich jahrelang der Meinung war das es absoluter Blödsinn ist. Nun habe ich aber meine Kimba und die ist auch der Meinung so ein Ding müsse unbedingt sein. Nicht das Madame sonst nicht in den Regen gehen würde, das ist ihr völlig egal. Sie gehört nicht zu den Hunden die sich am Wetter stören. Also nicht am schlechten Wetter, bei 30 Grad im Schatten sieht die Sache dann schon ein wenig anders aus.

Lange Rede, kurzer Sinn, wenn sie klatschnass nach Hause kommt dann will sie stundenlang trockengerubbelt werden. Und wenn nicht gerade Sommer ist, dann braucht so ein langes Briardfell auch schon mal ein paar Stunden um zu trocknen. Da wandert man dann von einer Hundedecke zur nächsten, ist eine durchnässt, nimmt man die nächste usw….. Sie findet es voll doof dann ewig lang so nass zu sein. Wenn ich sie gewaschen habe, dann föhne ich sie trocken, aber jedes Mal nach einem Regenguss den Föhn bemühen dauert mir dann doch zu lange.

Also muss ein Regenmantel für den Hund her. Und da gibt es ja unendlich viele Modelle. Ich habe die teurere Variante gewählt und bin sehr zufrieden damit. Das Ding sitzt perfekt, verrutscht nicht und hat sogar ein Loch damit ich an den Ring von Geschirr herankomme. Ausserdem ein Halsteil damit der auch noch trocken bleibt. Auch verfilzt das Fell dadrunter nicht. Es gibt auch Modelle mit Bein aber die gefallen meiner Kimba gar nicht und da passiert es dann leider doch des Öfteren das sich schnell mal das Fell verfilzt. Ausserdem muss man da sehr aufpassen das der Hund in seinen Bewegungen nicht eingeschränkt wird.

Wenn Ihr euch nicht sicher seid ob euer Hund damit herumlaufen will, dann holt euch erstmal die günstige Variante oder wer es kann, kann sich so ein Ding auch selbst nähen.

Schaut hier was unsere Forenmitglieder dazu sagen, tolle Bilder von Hunden mit Regenjacken sind auch dabei!

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Empfängnisverhütung Hund

Rüde

Sterilisation (Vasektomie)

Kastrations Chip/Hormon Chip

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Kastrationschip/Hormon Chip

Genauere Beschreibung was der Chip ist und was genau passiert, siehe weiter unten.

Vorteile:

  • vorübergehende Massnahme
  • geringe Kosten (bei Daureranwendung allerdings wesentlich teurer als eine Kastration)
  • kein schwerer Eingriff
  • keine Narkose notwendig
  • deutlich verringertes unerwünschtes Sexualverhalten
  • zeugungsunfähig

Nachteile:

  • verstärktes Futterverlangen
  • Fellveränderungen (besonders bei langhaarigen Hunden)
  • Nicht anwenden (Warnung vom Hersteller!) bei aggressiven oder sonst verhaltensauffälligen Hunden!!!
  • keine Langzeiterfahrungen (den Chip gibt es seit 2007)
  • Der Chip unterliegt nicht dem Arzneimittelgesetz, musste also keine Zulassungsverfahren durchlaufen wie Tabletten usw.
  • Hersteller gibt an das keine Langzeitdaten vorliegen die belegen das die klinische Wirkung nach angegebener Ablaufzeit vollständig reversibel ist.
  • Folgewirkungen einer Langzeitbehandlung auf die Prostata wurden nicht untersucht.
  • Rüde kann kurz nach setzen des Chips aggresssiver sein als vorher (Erstverschlimmerung)
  • Die Dosierung ist bei allen Hunden gleich, egal ob Mini-Yorkshire oder Dogge, das kann doch nicht richtig sein……

Das Präparat ist noch nicht lange im Umlauf und eindeutige Aussagen zu den Langzeitwirkungen und möglichen Spätfolgen können nicht gemacht werden. Zum Beispiel könnte es sich herausstellen das das Präparat genau wie die normale Kastration die Entstehung von Krebs fördert!!!

Viele Tierärzte sagen Rüdenbesitzern oft der Chip sei völlig harmlos und es werden keine Folgeschäden zu erwarten sein. Das finde ich nicht in Ordnung. Den Chip gibt es erst seit 2007, Langzeitauswirkungen wurden nicht getestet. Und das haben die Ärzte auch bei etlichen anderen Medikamenten und Methoden anfangs gesagt und später stellte sich das Gegenteil heraus. Also ich finde das unverantwortlich bei so einem relativ neuen Mittel. Der Hundebesitzer sollte darüber aufgeklärt werden wie sich die Sachlage verhält, also das es eben noch kein Verfahren ist das langzeitgetestet ist und das man nicht sagen kann ob und welche negativen Auswirkungen langfristig auftreten können.

Folgenden Artikel über den Kastrationsschip sollte sich jeder Rüdenbesitzer vor dem Setzen eines Chips durchlesen:

Gefahren durch die Kastration per Mikrochip
von Dr. Michael Lehner und Clarissa v. Reinhardt

Und hier nun genauer:

Was ist der Kastrations Chip?

Seit ca. 2007 ist der Kastrations Chip für Rüden auf dem Markt. Mit Hilfe dieses Implantats kann man die Wirkung einer Kastration für 6 bzw. 12 Monate imitieren. Viele Besitzer von Rüden testen mit dem Chip ob unerwünschte Verhaltensweisen durch eine Kastration verschwinden würden. Es kann sich auch um erlernte Verhaltensweisen handeln, die durch eine hormonelle Umstellung auf jeden Fall nicht an Intensität abnehmen würden.

Der Kastration oder auch Suprelorin-Chip ist also ein Implantat, das mit Hilfe einer Kanüle unter die Haut im Nacken des Rüden eingesetzt wird. Dieser Vorgang geschieht sehr schnell und ist nur wenig schmerzhaft für das Tier. Eine Narkose ist daher nicht erforderlich. Der Wirkstoff den der Chip enthält nennt sich Deslorelin. Über einen Zeitraum von 6 oder 12 Monaten wird er kontinuierlich in den Körper des Hundes abgegeben. Es kommt zu einer vorübergehenden Unfruchtbarkeit. Nach 12 Monaten soll die Wirkung verschwinden.

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Würmer beim Hund natürlich bekämpfen

Giardien

Entwurmung ohne Chemie, ist das überhaupt machbar? Seit Jahren beschäftige ich mich mit der Entwurmung meiner Tiere. Mein Pferd bekam drei Mal im Jahr eine volle Dosis Wurmmittel verabreicht, dazu wurde man sozusagen vom Stallbetreiber gezwungen sonst hätte man den Stall verlassen dürfen. Bei meinen Hunden war ich da nicht so genau. Und seit es möglich ist den Kot selbst ins Labor schicken kann, hat keines meiner Tiere jemals wieder eine chemische Wurmkur bekommen.

Das beste Beispiel aktuell ist meine Kimba, seit 4 Jahren keine chemische Entwurmung und der Test auf alle Würmer war negativ. Gebt euren Tieren nicht einfach so eine Wurmkur. Chemische Wurmkuren wirken im Darm wie Antibiotika und schädigen die Darmflora. Wenn ihr Pech habt, wird sie so geschädigt das es erst recht zu immer wiederkehrendem Wurmbefall kommt. Ausserdem bereiten die chemischen Wurmkuren den Boden für andere Erkrankungen, vor allem für Infektionen.

Welpen die ständig entwurmt werden, sind später anfällig für eine Reihe von Krankheiten wie z. B. Leishmaniose, Borrelios usw. Welpen sollten in Kontakt mit Wurmeiern kommen um das Immunsystem aufzubauen. Man sollte es deswegen nicht verhindern.

Was aber tun wenn mein Hund Würmer hat?

Sollten sich nur ein paar Wurmeier im Kot befinden die nur unter dem Mikroskop gesehen worden sind, sollte man nicht gleich in Panik verfallen und zur chemischen Wurmkur greifen. Wenn der Hund eine intakte Verdauung hat, wird er selbst damit fertig.

Sollten Beschwerden auftreten wie Durchfall, Blut im Kot, Bauchschmerzen usw. muss natürlich eingegriffen werden. Leider fördern industriell verarbeitete Futtermittel den Wurmbefall. Gebarfte Hunde kommen damit besser klar weil ihre Darmflora aggressiver ist.

Hier mal eine natürliche Wurmbehandlung die sehr wirksam ist:

  • einen Fastentag einlegen
  • Sud aus Ingwer, Knoblauch und Petersilie kochen 1-3 Eßl. eingeben
  • 1/2 Std. später Rizinusöl 1-2 Teel. je nach Grösse des Tieres
  • 1/2 Std. später einen Brei aus Buchweizenmehl und Ulmenrinde oder Leinsamen geben
  • das ganze eine Woche lang
  • zusätzlich können folgende wurmausleitende Kräuter/Gemüse etc. gegeben werden: ger. Karotte, gem. Kürchbiskerne, Brunnenkresse, Kokosöl, Papayasamen, ganze Melonenkerne. Aber nicht alles zusammen, zwei auf einmal genügen völlig.
  • Bandwürmer sind schwerer zu bekämpfen, da hilft zusätzlich
  • Arecanuss (Betelnuss) 1/2 Teel. und Granatapfel 1 Teel. !!!Arecanuss beim Welpen und schwangeren Tieren bitte nicht anwenden!!!

Meine Hund bekommen alle zwei Tage einen Teel. Kokosflocken ins Futter. Sie bekommen tägl. wurmausleitende Kräuter die ich einfach in ihren Gemüsmix gemischt habe.

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Wie viel Bewegung braucht mein Welpe?

Wer das Internet bemüht um in Erfahrung zu bringen wie lange sich ein Welpe täglich bewegen darf ohne das man Schäden an den Gelenken riskiert wird auf die unterschiedlichsten Angaben stoßen. Auch mir ist es so ergangen. Da ist von einer 5 Minuten Regel die Rede: ein Welpe darf am Stück draussen nur 5 Minuten pro Lebensmonat laufen, man solle ihn auf keinen Fall Treppen steigen lassen usw.

Das kam mir aber alles doch sehr komisch vor. Ich dachte an mich als Kind und da hat meine Mutter nie gesagt ich solle aber unbedingt nur so und so lange herumlaufen und mich dann unbedingt ausruhen. Wir haben herumgetobt bis wir total fertig waren und haben wir Schaden genommen? Nein, das kam erst später durchs ewige am Schreibtisch herumsitzen und sich eben nicht mehr bewegen. Das man den Hund in dem Alter nicht am Rad herumscheucht sollte wohl jedem klar sein.

Meine beiden Briard Mädels die ich mit 8 Wochen bekommen haben durften so viel toben wie sie wollten. Spaziergänge sahen so aus das ich einfach in der Nähe des Hauses oder Autos geblieben bin, hat der Hund sich hingesetzt war mir klar, nun ist es genug und wir gehen nach Hause. Jessy (Briard/Border Mix) ist 13 geworden ohne Gelenkprobleme und Kimba ist jetzt 5 und erfreut sich bester Gesundheit. Batida (Gos D`Atura) hat leider HD, aber ich habe sie erst mit 1 1/2 Jahren bekommen.

Was mein damaliger Trainer dazu sagte war folgendes: Lass den Hund laufen wie er will, mal Treppensteigen ist super für die Gelenke, natürlich nicht 3 mal am Tag in die dritte Etage rauf und runter, aber einmal am Tag kann auch ein Welpe Treppen erklimmen, natürlich langsam und kontrolliert, gerade beim runterlaufen. Die wissen schon wieviel sie sich zumuten können und wollen. Er hat übrigens einen Husky mit dem er Zughundesport macht und hat Schutzhunde ausgebildet. Ich denke er weiss wovon er spricht.

Und hier noch eine Beschreibung dazu aus einem Buch das ich sehr gut finde:

Viele Züchter grosser und mittlerer Rassen empfehlen Welpen in ihrer Bewegung einzuschränken. Das kann aber fatale Folgen haben. Auch ist es sicher nicht einfach einem quicklebendigen Welpen nach einer Stunde Spielen beizubringen das er jetzt unbedingt ruhen müsse. Genau wie ein Kind braucht ein junger Hund Bewegung!!! Das ordnungsgemässe Wachstum des Bewegungsapparates und das Erlernen der verschiedenen Bewegungsmuster wird durch jegliche Einschränkung behindert.
(Quelle: Dr. med. vet. Jutta Ziegler)

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Ernährung bei Nierenerkrankungen

Im Handel und beim Ta gibt es eine grosse Auswahl an Nierendiätfuttermitteln. Auf diese Futtermittel soll hier nicht näher eingegangen werden, lassen sie sich von ihrem Ta beraten wenn sie auf diese Futtermittel zurückgreifen möchten. Es ist sicher ratsam nicht die billigste Marke zu wählen sofern es ihr Geldbeutel zulässt. Ein nierenkranker Hund braucht hochwertiges Futter!

Ich möchte hier nur auf die Rohfleischernährung eingehen. Bei dieser Ernährungsweise habe ich es einfach selbst in der Hand was mein Hund bekommt und es kann es besser an seine Bedürfnisse anpassen. Ausserdem werden viele Nierendiätfuttermittel nicht gern von den Hunden gefressen, Rohfleisch findet da schon größere Akzeptanz.

Übrigens führt die Verfütterung von zu viel tierischem Eiweiß nicht zu einer Niereninsuffizienz!

Es ist wichtig Eiweiss mit einem hohen Nettostickstoffnutzen (NNU) zu füttern, das ist Muskelfleisch und Eier.

Pflanzliche Eiweiße und Milcheiweiß dagegen haben nur einen geringen NNU Wert und können die Nieren stark belasten.

Eiweiß:

Angangsstadium

nur reines Muskelfleisch, Fett und Gemüse füttern
ca. 60-70 % der Gesamtration reines Muskelfleisch

Fortg. Stadium

ein Teil des Muskelfleisches durch MAPs ersetzen (Aminosäurepresslinge)
je fortg. desto mehr MAPs (ein MAP steht für 30g Eiweiß)

Achtung: Wenn der Proteingehalt im Futter zu stark reduziert wird kommt es zum Muskelabbau, nachlassen der Enzymaktivität, Störungen des Immunsystems. (dies ist meist in den im Handel erhältlichen Nierendiätfuttermitteln der Fall)

Fett:

Studien haben gezeigt das Fettsäuremuster in der Nahrung in Zusammenhang mit dem Verlauf einer Niereninsuffizienz stehen. Fischöl hat dabei am besten abgeschnitten, Distelöl am schlechtesten.

Bis zu 20 % kann der Gesamt Fettgehalt der Gesamtration ausmachen. Zu erreichen ist das mit Fischöl, Butterschmalz, Rindertalg, Kokosfett. Keine pflanzlichen Öle mit vielen Omega-6-Fettsäuren wie Distelöl oder Sonnenblumenöl füttern!!!!

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Ernährung bei Erkrankungen

Nierenerkrankungen

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Impfungen

Tetanusimpfung