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Kastrationschip/Hormon Chip

Genauere Beschreibung was der Chip ist und was genau passiert, siehe weiter unten.

Vorteile:

  • vorübergehende Massnahme
  • geringe Kosten (bei Daureranwendung allerdings wesentlich teurer als eine Kastration)
  • kein schwerer Eingriff
  • keine Narkose notwendig
  • deutlich verringertes unerwünschtes Sexualverhalten
  • zeugungsunfähig

Nachteile:

  • verstärktes Futterverlangen
  • Fellveränderungen (besonders bei langhaarigen Hunden)
  • Nicht anwenden (Warnung vom Hersteller!) bei aggressiven oder sonst verhaltensauffälligen Hunden!!!
  • keine Langzeiterfahrungen (den Chip gibt es seit 2007)
  • Der Chip unterliegt nicht dem Arzneimittelgesetz, musste also keine Zulassungsverfahren durchlaufen wie Tabletten usw.
  • Hersteller gibt an das keine Langzeitdaten vorliegen die belegen das die klinische Wirkung nach angegebener Ablaufzeit vollständig reversibel ist.
  • Folgewirkungen einer Langzeitbehandlung auf die Prostata wurden nicht untersucht.
  • Rüde kann kurz nach setzen des Chips aggresssiver sein als vorher (Erstverschlimmerung)
  • Die Dosierung ist bei allen Hunden gleich, egal ob Mini-Yorkshire oder Dogge, das kann doch nicht richtig sein……

Das Präparat ist noch nicht lange im Umlauf und eindeutige Aussagen zu den Langzeitwirkungen und möglichen Spätfolgen können nicht gemacht werden. Zum Beispiel könnte es sich herausstellen das das Präparat genau wie die normale Kastration die Entstehung von Krebs fördert!!!

Viele Tierärzte sagen Rüdenbesitzern oft der Chip sei völlig harmlos und es werden keine Folgeschäden zu erwarten sein. Das finde ich nicht in Ordnung. Den Chip gibt es erst seit 2007, Langzeitauswirkungen wurden nicht getestet. Und das haben die Ärzte auch bei etlichen anderen Medikamenten und Methoden anfangs gesagt und später stellte sich das Gegenteil heraus. Also ich finde das unverantwortlich bei so einem relativ neuen Mittel. Der Hundebesitzer sollte darüber aufgeklärt werden wie sich die Sachlage verhält, also das es eben noch kein Verfahren ist das langzeitgetestet ist und das man nicht sagen kann ob und welche negativen Auswirkungen langfristig auftreten können.

Folgenden Artikel über den Kastrationsschip sollte sich jeder Rüdenbesitzer vor dem Setzen eines Chips durchlesen:

Gefahren durch die Kastration per Mikrochip
von Dr. Michael Lehner und Clarissa v. Reinhardt

Und hier nun genauer:

Was ist der Kastrations Chip?

Seit ca. 2007 ist der Kastrations Chip für Rüden auf dem Markt. Mit Hilfe dieses Implantats kann man die Wirkung einer Kastration für 6 bzw. 12 Monate imitieren. Viele Besitzer von Rüden testen mit dem Chip ob unerwünschte Verhaltensweisen durch eine Kastration verschwinden würden. Es kann sich auch um erlernte Verhaltensweisen handeln, die durch eine hormonelle Umstellung auf jeden Fall nicht an Intensität abnehmen würden.

Der Kastration oder auch Suprelorin-Chip ist also ein Implantat, das mit Hilfe einer Kanüle unter die Haut im Nacken des Rüden eingesetzt wird. Dieser Vorgang geschieht sehr schnell und ist nur wenig schmerzhaft für das Tier. Eine Narkose ist daher nicht erforderlich. Der Wirkstoff den der Chip enthält nennt sich Deslorelin. Über einen Zeitraum von 6 oder 12 Monaten wird er kontinuierlich in den Körper des Hundes abgegeben. Es kommt zu einer vorübergehenden Unfruchtbarkeit. Nach 12 Monaten soll die Wirkung verschwinden.

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