Rüden unter sich

Tipps, Tricks und Probleme bei der Erziehung eines Briard
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Rüden unter sich

Beitrag von KimbaBatida » 8. Feb 2026, 15:35

Ich besuche ja mit dem Bären seit einiger Zeit Sozialkontaktstunden und es scheint sich zu lohnen. Sind wir früher unverhofft auf andere Hunde gestossen, hat er sich einfach mal ohne Rücksicht auf Verluste draufgestürzt und erst aufgehört wenn ich dazwischengegangen bin. :roll: Zum Glück ist das nur selten vorgekommen.

Er hat nie gelernt ordentlich mit anderen Hunden zu kommunizieren, weil man ihn in der Hundeschule, die ich damals besucht hatte, aus dem Freilauf ausgeschlossen hat, als er anfing blöd zu werden, weil die Trainerin das nicht managen konnte oder wollte. :schulternhoch:

Heute gingen wir an einem abgelegenen Hof vorbei, Teddy hatte ich bei mir weil ich an solchen Häusern immer mit Hunden rechne. War aber keiner zu sehen. 100 Meter dahinter durfte er wieder laufen. Er blieb zurück um eine Stelle genauer zu inspizieren. Ich war schon 50 Meter weiter, dreh mich um und sehe einen riesigen Rüden vor Teddy stehen. Beide gucken sich an, gehen aufeinander los, aber nur 2 Sek. dann ging jeder wieder seiner Wege als wäre nix gewesen. Ich hatte gar keine Zeit auch nur irgendwas zu sagen, so schnell war alles wieder vorbei. Also das fand ich echt toll wie die zwei das untereinander mal eben geklärt haben.

Nicht falsch verstehen, ich gehöre sicher nicht zu den "Die regeln das schon untereinander" Hundehaltern. Aber wenn es mal passiert sollte jeder einfach so gut sozialisiert sein, das sie es ordentlich klären können.
Tanja, Kimba und Teddy

Die blamabelste Angelegenheit der menschlichen Entwicklung ist es, dass das Wort Tierschutz überhaupt geschaffen werden musste.


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Re: Rüden unter sich

Beitrag von Hoppili » 9. Feb 2026, 08:11

Was für ein Schreck! Gut, dass es so abgelaufen ist. Ich glaube ja, dass wir selber unbewusst Konflikte verstärken durch unsere innere Haltung. Und in dieser Situtation hattest du ja keine innere Haltung :nixwieweg:

Emma ist auch so eine Kandidatin. Sie bügelt meistens erst mal alles um, was ihr im Weg steht. Spielen hat sie nie richtig gelernt, sie ist einfach grobmotorisch :augenzu:

Aber neben anderen Hunden herlaufen ist kein Problem (ok, je nach Hund). Aber wehe, sie ist frei und kann Anlauf nehmen :flag:

Mein Mann geht demnächst noch mal in eine Hundeschule mit ihr. EIgentlich, um Leinenführigkeit zu verbessern. Aber vielleicht geht da noch mehr.
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Re: Rüden unter sich

Beitrag von KimbaBatida » 9. Feb 2026, 13:08

Für Emma wäre so eine Sozialkontaktstunde sicher auch mal gut. Leider sind die schwer zu finden, die meisten Hundeschulen bieten einfach nur den normalen Freilauf an und dulden dabei dann keine Hunde die aus der Reihe tanzen. Bei gut geführtem Freilauf sind die Hunde die gerne rumstänkern mit Maulkorb gesichert. Ich finde die Entwicklung von Teddy einfach nur toll. In der ersten Stunde hat er sich einfach mal auf jeden draufgestürzt und mittlerweile ist er einer von denen die zwar sehr souverän sind, aber nicht mehr unfair. Er sagt schon mal einem jungen Schnösel was er darf und was nicht, aber er macht das lt. Trainer richtig gut. Darf das dann eben auch mal, wenn es im Rahmen bleibt. Es sind dort auch immer andere Hunde dabei, nicht immer dieselben, das finde ich auch wichtig.
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Re: Rüden unter sich

Beitrag von Lottikarotti » 9. Feb 2026, 18:30

Was hätte ich drum gegeben solche Übungsstunden hier zu haben !
Amy war immer, wie viele Briards, recht unfreundlich, unsicher, misstrauisch mit ihr fremden Hunden.
Sie kann eigentlich super kommunizieren, mit Hunden die sie kannte.
Mit fremden Hunden klappte es sehr sehr schlecht.
Da war sie zu misstrauisch, hat dann gleich provoziert usw. obwohl sie eigentlich weg wollte aus der Situation.
Einfach schwierig und unmöglich das im freien Feld zu trainieren. Es laufen einfach viel zu viele Hundeleute rum, die absolut keine Ahnung haben.
Mit solchen Menschen plus deren Hunden kann man das nicht üben, leider.
Mangels solcher geführten Sozialkontakten, bin ich dann leider jedem Hund aus dem Weg gegangen.
Schade, dass auch in Hundeschulen mehr wert gelegt wird auf Sitz, Platz, Fuß und es nicht gemanagte Kontaktstunden gibt. Wo auch verhalten erklärt wird.
Würde echt im alltäglichen Umgang vieles erleichtern.
Super, dass die beiden Rüden das kurz und knapp geklärt haben . Spricht für Beide :applaus:
Petra und Amy
EIN HUND HAT IM LEBEN NUR EIN ZIEL :
SEIN HERZ ZU VERSCHENKEN !

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Re: Rüden unter sich

Beitrag von Hoppili » 10. Feb 2026, 11:37

KimbaBatida hat geschrieben:
9. Feb 2026, 13:08
Für Emma wäre so eine Sozialkontaktstunde sicher auch mal gut. Leider sind die schwer zu finden, die meisten Hundeschulen bieten einfach nur den normalen Freilauf an und dulden dabei dann keine Hunde die aus der Reihe tanzen. Bei gut geführtem Freilauf sind die Hunde die gerne rumstänkern mit Maulkorb gesichert. Ich finde die Entwicklung von Teddy einfach nur toll. In der ersten Stunde hat er sich einfach mal auf jeden draufgestürzt und mittlerweile ist er einer von denen die zwar sehr souverän sind, aber nicht mehr unfair. Er sagt schon mal einem jungen Schnösel was er darf und was nicht, aber er macht das lt. Trainer richtig gut. Darf das dann eben auch mal, wenn es im Rahmen bleibt. Es sind dort auch immer andere Hunde dabei, nicht immer dieselben, das finde ich auch wichtig.
Das hört sich richtig gut an. Hundeschulen haben eben meist das Sitz, Platz, Fuß-Gedöns.Nach so einer Sozialkontaktstunde suche ich mal.

Der Leinenführigkeitskurs, den mein Mann machen wollte, ist heute abgesagt worden. Jetzt macht er einen Leinenführigkeitskurs für Pöbler. Der ist vielleicht noch besser. Ich bin gespannt, was da gemacht wird und ob es was bringt.
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Re: Rüden unter sich

Beitrag von jassac » 19. Feb 2026, 10:39

Früher, also ganz früher, als ich einen Rüden hatte, verliefen Begegnungen mit potenten Rüden unterschiedlich ab.
Erst später gewann ich die Erkenntnis, dass es auch von Bedeutung ist, wieviel Raum beide fremden Rüden sich geben konnten .
Wichtig war auch, wie weit entfernt Frauchen oder Herrchen entfernt standen.
Mein Rüde, der kein Raufer war, jedoch auch seine Meinung sagen konnte, war in der Ferne deutlich verhaltener drauf.
Umso häufiger mein Rüde nur musterte und sich mit fremden Rüden um die eigene Achse drehte, danach wieder friedlich auseinander ging, desto mehr ließ ich ihn in Parkanlagen oder Wald umherlatschen. Ich vertraute ihm deutlich mehr, als später meiner Hündin Frieda.
Bei kurzen Meinungsverschiedenheiten war das Rüdengeplänkel oft nach 1-2 minuten vorbei, Rüden stellten sich auf ihre Hinterbeine, brüllten sich Zähne fletschend an und zack schwupps war es auch schon vorbei. ( überwiegend )
Aus meiner Erinnerung harmloser und ohne Verletzungen.
Später kam Frieda in mein Leben und meine Erfahrungen mit "Rüden unter sich", nützten mir absolut garnichts mehr .
Aber das ist ja hier nicht das Thema ;)
Gruß aus Berlin,
Jassac
Frieda ist am 06.06.2020 verstorben.

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